Archiv für Kategorie Anekdoten
Tatort Büro
Verfasst von mannelossi unter Anekdoten am 3. September 2008
Ich sitze in einem kleinen Büro, in das man nur kommt, wenn man durch ein großes durchlatscht. Als die Kollegen heute zum Mittag waren, hörte ich es nebenan rascheln und schielte mal um die Ecke. Da hing ein wildfremder Typ in der Handtasche meiner Kollegin. Ich blaffte ihn an, was er da machen würde und ging dabei langsam zur Bürotür raus auf den Flur, weil ich dort weitere Kollegen hörte, die ich mir zur Verstärkung heran rief. Aufgebracht, aber in der Vorgehensweise hilflos, redeten wir auf ihn ein und alles was der (nicht ganz cleane) Typ raus brachte war, dass er einen Termin hätte, nur mit wem konnte er uns nicht sagen. (War natürlich gelogen. Typen wie der haben hier keine Termine.) Wir wussten nicht so recht, was jetzt zu tun ist.
Ich habe ihn zwar in flagranti erwischt, aber er war ja noch nicht dazu gekommen, etwas zu klauen. Mein Vorschlag war, die Polizei zu rufen, aber da wir uns nicht einigen konnten und auch ein bisschen Angst hatte, er könnte vielleicht aggressiv werden, haben wir ihn laufen lassen. Seinen Ausweis habe ich mir vorher zeigen lassen. Die Tür, durch die er rein kam, ist jetzt verschlossen und unser Sicherheitsdienst ist informiert. Immerhin.
Im Nachhinein ist mir aufgefallen: Ich könnte den Typen nicht beschreiben, obwohl ich ihn bestimmt 5 Minuten angestarrt habe. Als Zeuge bin ich echt unbrauchbar …
Was hättet Ihr gemacht?
Fahr S-Bahn …
Verfasst von mannelossi unter Anekdoten am 21. März 2008
… und Du hast was zu erzählen. Z.B. dies:
Vor mir steht ein junges Mädel. Vielleicht 18-20 Jahre alt. Sieht eigentlich ganz normal aus, also nicht, als könnt man jetzt irgendetwas ungewöhnliches erwarten. Sie summt ein bisschen vor sich hin, aber das ist durchaus gestattet, finde ich, und wesentlich angenehmer als so manches iPod-Gedröhne oder der schedderige Sound eines Handy-Radios. Vermutlich hätte ich sie noch nicht mal bemerkt, wenn sie nicht plötzlich (in normaler Unterhaltungslautstärke) gefragt hätte: “Uwe? Arne war doch mal Organhändler, oder?” Nicht nur ich, auch die umstehenden Fahrgäste blickten sich spontan nach Uwe um, interessiert an der weiteren Unterhaltung. Doch kein Uwe tat sich hervor. Da war kein Uwe, noch nicht mal einer, der aussah, als wäre er einer. Kurzer Kontrollblick auf die Ohren der jungen Frau - nein, auch keine Handy-Freisprecheinrichtung zu sehn. Da legte sie auch schon nach: “Und Zuhälter war er doch auch mal, oder?” Kurze Kunstpause. “Na, da bin ich eigentlich ganz froh, dass ich bei ihm kein Praktikum bekommen habe.”
Ich muss aussteigen. Schade eigentlich.
Tolle Erfindung - eigentlich …
Verfasst von mannelossi unter Anekdoten am 23. November 2007
Mein Problem ist folgendes: Ich wohne zwischen zwei Postämtern. Zumindest findet die Post, dass ich genau dazwischen wohne. Für mich ist es eher so, dass die eine kleine Post in der Einkaufstrasse liegt, also dort, wo ich sowieso öfter mal bin oder zumindest auf dem Weg zur Arbeit längs gehen könnte. Und die andere Hauptpost könnte ebenso gut am *rsch der Heide liegen, weil man dort zu Fuß (ich habe kein Auto) echt Sch*iße hinkommt und dort NICHTS (in Zahlen: 0) in der Nähe ist, was man mit diesem Weg verbinden könnte.
Ich hatte einfach keine Lust mehr, mir etwas schicken zu lassen, denn selbst wenn ich mir mal frei genommen habe, um ein Paket in Empfang zu nehmen, hatte ich in den allermeisten Fällen trotzdem nur die ungeliebte orangene Karte im Briefkasten und in 80% der Fälle jagte mich diese dann zur doofen Filiale.
Auch der Versuch, mir Dinge ins Büro schicken zu lassen, scheiterte. Drei mal (!) sind schon Päckchen zurück gegangen, weil man mich scheinbar im Büro nicht gefunden hat.
Es begab sich, dass ich die Faxen dicke hatte. Ich habe mich für die Packstation angemeldet. Wunderbare Idee! Mir die Sachen einfach in die Station meiner kleinen Post schicken lassen und nach der Arbeit bequem dort abholen. Kein Stress mehr mit Öffnungszeiten! Keine Wanderung zur Hauptpost. Eine Woche musste ich auf meine güldene Karte, die mich im Kreis der erlauchten Fachöffner legitimiert, warten und dann habe ich auch gleich zugeschlagen und mir etwas bestellt. Drei Tage später summt mein Handy. Um 6:40 Uhr. SMS-Benachrichtigung. Mein Paket ist da! Hurra! Aber es ist leider zu groß und wurde deshalb in die Hauptpost umgeleitet. “Bitte kommen Sie zu den üblichen Öffnungszeiten …”
*seufz*
Waschmaschinen-Mysterium
Verfasst von mannelossi unter Anekdoten am 11. September 2007
Habe gerade die Wäsche aus der Waschmaschine geholt.
1. Teil, 1. Gedanke: Irgendwie riecht die Wäsche komisch.
2. Teil, 2. Gedanke: Irgendwie riecht die Wäsche seeeehr komisch.
3. Teil *schupper*: Die riecht nach Benzin!
4. Gedanke: BENZIN???
5. Gedanke: Scheiße, meine Waschmaschine ist kaputt!
6. Gedanke: Äh? Was hat die Waschmaschine mit Benzin zu tun?
*klöter*klöter*
7. Gedanke: Was klötert da eigentlich?
Erkenntnis: Ah ja … Zippo mitgewaschen …
Die Maschine läuft jetzt also nochmal. Ohne Zippo versteht sich.
*seufz*
Werbung die ankommt
Verfasst von mannelossi unter Anekdoten am 7. August 2007
Gestern haben alle unsere Redakteurinnen (und der eine Redakteur) ein Paket von eis.de ins Büro bekommen, zu Werbe-/ Rezensionszwecken. Inhalt: Eine Gummipuppe (”Banging Bonita”) und ein großes Dildo-Set. 
Heute kam diese Mail von unserem Redakteur:
“Als ich gestern den “Eis.de”-Karton nach Hause mitgenommen habe (eBay! Woo-hoo!), ist er in der Bahn umgekippt und hat sich komplett entleert. Vor den schreckensgeweiteten Augen der zahlreichen anderen Fahrgäste.
Wow, in einem Film hätte ich so einen Gag für total unglaubwürdig gehalten.”
P.S.: Ich gehöre nicht zur schreibenden Zunft und habe kein Paket bekommen. Eine Rezension meinerseits braucht Ihr also nicht zu fürchten.







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