Archiv für Kategorie Rezension
Hans Liberg - “Die Neunte”
Verfasst von mannelossi unter Rezension am 14. November 2006
Kennt Ihr Hans Liberg? Ich hoffe, denn ich weiß sonst nicht, wie ich ihn Euch beschreiben soll. Wikipedia sagt, er ist ein “niederländischer Musikcomedian”. Ich würde sagen, der Typ hat ‘ne Vollklatsche. Wer sich auf einen Abend mit ihm einlässt, wird hin- und hergeschubst von Piano bis Banjo, von Beethoven bis Beatles, von irrem Wortwitz bis schmerzhaftem Gesang. Und zwar taktweise, denn Liberg spielt nie irgend ein Lied zu Ende. Immer biegt er ab oder ihm fällt mittendrin was anderes ein.
Ich war jetzt schon in diversen seiner Konzerte. Morgen ist es wieder soweit. Meine Ex-WG trifft sich zum obligatorischen jährlichen Liberg-Konzert. Die WG gibt es schon lange nicht mehr, aber der Liberg-Termin ist Tradition. Ich werde Euch berichten.
Adam Schaf - Wie war’s?
Verfasst von mannelossi unter Rezension am 13. Oktober 2006
Folgendes vorweg:
Georg Kreisler, für die, die ihn nicht kennen, ist Kabarettist und Komponist und mittlerweile ziemlich alt, was aber seinem genialen makabren Humor nicht schadet. Vielleicht kennt Ihr das schöne Lied “Gehen wir Tauben vergiften im Park”?
Tim Fischer ist Chansonnier, Schauspieler, jung und hat ‘ne Stimme wie Zarah Leander.
“Adam Schaf hat Angst” ist ein Ein-Mann-Stück. Der Mann ist Tim Fischer und da ich gestern zur Vorpremiere war, bei der das Publikum nur aus Schmidt-Club-Mitgliedern bestand, hat man sich erlaubt, den Balkon nicht mitzubesetzen, denn dort residierte der Regisseur Meister Kreisler himself, um sozusagen der allerletzten Generalprobe vor der heutigen offiziellen Premiere beizuwohnen. Wäre irgendetwas grundlegend falsch gelaufen, hätte er noch Sachen auf die Bühne werfen können, ist aber leider nicht geschehen.
Adam Schaf ist ein alter Schauspieler, der sich wie seit 100 40 Jahren 2 Stunden vor seinem Auftritt in seiner Garderobe einfindet, um sich auf seine Rolle vorzubereiten. Doch er schweift mit seinen Gedanken ab und lässt die Vergangenheit Revue passieren. *Zack* alte Perücke ab und aus dem alten gebrechlichen Greis wird der junge Adam, der ein Kreisler-Chanson an das nächste reiht. Verbunden durch kleine Anekdoten. Begleitet von einem versteckten Pianisten. Ein unglaubliches Feuerwerk toller Texte, bei denen ich mich schon nach 10 Minuten gefragt habe, wie man sich die merken kann, vor allem, weil die Melodien nicht gerade zur Abteilung “eingängige Gassenhauer” gehören. Ich fand es klasse! Die 100 Minuten (plus Pause) vergingen wie im Flug.
Sollte jemand Gelegenheit haben: Geht rein! Aber drauf achten, dass es die Inszenierung von Kreisler ist, denn die von Werner Schroeter hat Kreisler nicht gefallen. 
Nachtrag für Frau Flocke: Tim Fischer zieht sich auf der Bühne um. Sein Knackarsch ist also auch mal in Unnerbüx zu begutachten.
Adam Schaf hat Angst
Verfasst von mannelossi unter Rezension am 12. Oktober 2006
Da gehe ich gleich hin, zur Voraufführung. Bin gespannt, wie es ist. Das letzte Programm von Tim Fischer (”Regen”) fand ich echt einschläfernd, aber da sei diesmal Georg Kreisler vor.
Bericht folgt morgen.







Aktuellste Kommentare